Linguistische Schulen Genfer Schule Prager Schule Kopenhagener Schule Amerikanische Schule
Sie sind beudeutende Zentren der strukturalen Sprachwissenschaft.
Genfer Schule
Linguistenschule in Genf zu Beginn des 20. Jahrhunderts, deren Hauptvertreter Ferdinand de Saussure war Die Genfer Schule hat große Veränderungen in den Auffassungen der Linguistik bewirkt.
Eigentlich sind alle modernen strukturellen Linguisten (mit Ausnahme der Bloomfieldianer) Schüler von de Saussure. Seine Nachfolger sind die Linguisten der Genfer Schule.
Prager Schule
Die Prager Schule wurde 1926 als »Prager sprachwissenschaftlicher Kreis« institutionalisiert.
Linguistenschule in Prag.
Zu ihren bekanntesten Vertretern gehören Fürst Troubetzkoy und Roman Jakobson.
Die Prager Schule begründete die Phonologie als linguistische Teildisziplin.
Die Prager Schule widmete sich besonders den Funktionen der Sprache.
Damit gehört die Prager Schule auch zu den funktionalistischen Sprachtheorien.
Kopenhagener Schule
Das wichtigste Zentrum der strukturalen Sprachwissenschaft. Ab 1936 bezeichnen sich die Kopenhagener Linguisten in Abgrenzung zu anderen linguistischen Traditionen als Glossematiker. Wichtigste Vertreter sind Rasmus V. Bröndal (1887-1942), Hans J. Uldall (1907-1975) und besonders Louis T. Hjemslev (1899-1965).
Ein Glossem ist in Hjemslevs Theorie eine minimale linguistische Einheit. Sie setzt sich zusammen aus einer Ausdrucksebene, die aus phonologischen Merkmalen (Kenemen) besteht, und einer Inhaltsebene aus semantischen Merkmalen (Pleneme).
Linguistenschule, deren bekannteste Vertreter Louis Hjelmslev und Hans Jørgen Uldall waren.
Glossematik („Kombination der Glosseme“) ist die Bezeichnung für eine Sprachtheorie, die von Louis Hjelmslev und Hans Jørgen Uldall in der Kopenhagener Schule begründet wurde.
Sie betrachtet die Beziehung zwischen den Elementen des Ausdrucks sowie des Inhalts (Glosseme), und erstellt Untersuchungen über die Sprachlaute (Phonologie) wie über die Beziehung zwischen sprachlichen Zeichen und Realität (Semantik).
Amerikanische Schule
Franz Boas (1858-1942), Edward Sapir (1884-1939), Leonard Bloomfield (1887- 1949) Franz Boas – “Handbook of American Indian Languages” 1911-1938
Edward Sapir – “Language” 1921 Leonard Bloomfield – “Language”1933
Boas brachte Sprachwissenschaft mit Anthropologie zusammen.
Avram Noam Chomsky (geb. 1928) Begründer der Generativen Theorie.
[Im Jahre 1957 veröffentlichte Chomsky sein Buch Syntactic Structure.
In diesem und weiteren Werken entwickelte er das Konzept einer generativen Grammatik, die sich in radikaler Weise vom Strukturalismus und Behaviorismus abwandte.
Er konstatierte, dass frühere Analysen von Sätzen in mancher Hinsicht unzureichend waren, vor allem deshalb, weil sie den Unterschied zwischen syntaktischer „Oberflächen-„ und „Tiefenstruktur“ nicht beachteten.
Deskriptive Linguistik
Der Begriff deskriptive Linguistik betont vor allem, dass die Linguistik ihre Hauptaufgabe nicht darin sieht, sprachliche Normen aufzustellen und damit präskriptiv zu wirken, sondern darin, Sprache zu beschreiben.
Saussure
Sprachsystem/Lange/Parole
Von Saussure eingeführter Begriff für das Sprachsystem (im Gegensatz zur Sprachverwendung/Parole)
Sprachsystem ist die Menge von sprachlichen Einheiten und Regeln, die eine beliebige Sprache ausmachen und Voraussetzung dafür sind, dass man sich in dieser Sprache ausdrücken und verständigen kann.
Man muss also unterscheiden zwischen dem Sprachsystem einerseits (langue) und der Verwendung dieses Systems (parole), bei jeder Art sprachlicher Kommunikation andererseits.
Man muss die Langue mit ihren Regeln und Einheiten von ihrer Verwendung beim Reden und Schreiben unterscheiden.
Die Beziehung zwischen den beiden Bereichen der Langue und der Parole sind sehr komplex und sicherlich nicht exakt definiert
Das Sprachsystem besteht aus dem Wortschatz einer Sprache, ihrem Lautsystem und ihrer Grammatik .
Als Gegenbegriff zum Sprachsystem wird der Sprachgebrauch (oder seltener die Sprachverwendung) angesehen.
Diachronische Untersuchung Synchronische Untersuchung
Diachronie ist eine Bezeichnung für eine Methode der Sprachbetrachtung, die die sprachlichen Merkmale geschichtlich untersucht.