Relation zwischen den Wörtern
Neben der historischen Betrachtung entwickelte die traditionelle Semantik aber auch Begriffe für die wichtigsten Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern:
Homonymie
Synonymie
Antonymie
Polysemie
Hyperonymie
Hyponomie
Homophonie
Homographie
Komplenymie
Meronymie
Paronymie
Heteronymie
Homonymie: Ein Wort, die verschiedene Bedeutungen hat, d.h. ein Lautkörper repräsentiert verschiedene Wörter mit verschiedenen Bedeutungen
Zwei ursprungsverschiedene Wörter, die gleichlautend sind.
Homonyme Ausdrücke verfügen über die gleiche Ausdruckform hinsichtlich Orthographie (Homographie) und Aussprache (Homophonie) bei unterschiedlicher Bedeutung und oft verschiedener Etymologischer Herkunft. Die Bedeutungen sind nicht miteinander verbunden.
Ton: Material oder Klang der / die Kiefer
die / das Mark
Schloss (=herrschaftliches Gebäude)
Schloss (= Schließvorrichtung, z. B. an einer Tür)
Das Wort Schloss weist in beiden Formen Homonymie auf
Zwischen ihnen besteht sowohl Homographie als auch Homophonie.
Homophonie: Wörter, die die gleiche Lautform, aber verschiedene Bedeutungen haben.
Dieselbe Aussprache bei uterschiedlicher Schreibweise:
Bei den Wörtern „Saite“ und „Seite“ liegt Homophonie vor, aber keine Homographie.
Lied – Lid
Homographie: Gleiche Schreibung von Wörtern, die verschiedene Bedeutungen haben.
Dieselbe Schreibweise bei unterschiedlicher Aussprache:
modérn (= fortschritlich) ordu módern (= verwesen) Ordu
Bei den Wörtern "Bauer" (= Landwirt) und "Bauer" (= Vogelkäfig) liegt Homographie vor.
Synonymie: Wörter, die die gleichen Bedeutungen aufweisen. Bedeutungsӓhnlichkeit bis Bedeutungsgleichheit.
Bedeutungsgleichheit ist jedoch praktisch nicht erreichbar, wenn man auch die Konnotationen einbezieht.
Apfelsine - Orange Frauenarzt-Gynäkologe Zimmer - Stube sehr gut - hervorragend
Erdkunde - Geographie Stockwerk - Etage anfangen – beginnen Fernsprecher –Telefon
Antonyme: Bedeutungsgegensatz. Wörter, die gegensätzliche Bedeutungen aufweisen.
Komplementarität: nicht abstufbare Antonyme.
Die Bedeutungen zweier entgegengesetzter Lexeme schließen sich völlig aus, dass es weder Zwischenstufen noch Steigerungsmöglichkeiten gibt.
Die Negation des einen entspricht der Bedeutung des anderen Wortes.
ledig – verheiratet männlich – weiblich natürlich – künstlich tot – lebendig
Kontrarität: das sind die abstufbaren Antonyme.
Sie stehen zu einander in einem Gegensatz, der überwindbar ist.
Differenzierungen und Zwischenstufen sind möglich.
groß - klein dick - dünn lang - kurz
Eine Mücke ist klein.
Ein Elefant ist groß.
Eine große Mücke ist kleiner als ein kleiner Elefant.
Konversion: die Inhalte der antonymen Wörter stehen in einem konversen Verhältnis, d.h. der Inhalt des einen Lexems setzt den des anderen voraus.
Bedeutungen setzen sich gegenseitig voraus.
geben - nehmen