Weiterer Schaden als Verzugsfolge bei Geldschulden im
Tiirkischen Schuldrecht
Hasan AYRANCI*
ABSTRACT
In case of debtor's default in paying monetary obligation, interest for
default may also be demanded. The obligation to pay such interest shall arise
regardless of fault despite the fact that the loss of claimant can be more than the
amount of interest. Fluctuations in the value of a currency due to, for example,
inflation and devaluation, changes in foreign currency rates, compulsory
payments, such as the monetary or liquidated damages by the claimant to third
persons owing to the delay in the satisfaction of a claim by the latter, the
procuring of costly credits and other related events may give rise to additional
loss or damage. The compensation of the additional loss or damage is one of
the general consequences of debtor's default which can be demanded according
to article 105 of the Turkish Code of Obligations.
ÖZET
Para borcunun ödenmesinde temerrüde düşülmesi halinde kusur şartına bağlı
olmaksızın faiz borcu doğar. Ancak alacaklının zararı faiz miktarından fazla olabilir.
Para değerinde devalüasyon ve enflasyon nedeniyle meydana gelen değişmeler, yabancı
para kur değişiklikleri, alacaklının üçüncü bir kişiye alacağını zamanında alamaması
nedeniyle ödemek zorunda kaldığı tazminat ve cezai şart gibi ödemeler, yüksek maliyetli
kredi temin edilmesi zorunluluğu ve buna benzer olaylar munzam zararın doğmasına
yol açabilir. Munzam zararın ödenmesi, temerrüdün genel sonuçlarından biri olup, BK
m.W5'e göre tazmin edilir.
KEYWORDS
Money (Currency), Monetary Obligation, (Debtor's) Default, Additional Loss or Damage, Foreign Currency
ANAHTAR KELİMELER
Para, Para Borcu, Temerrüt, Munzam Zarar, Yabancı Para
I. Einleitung
Eine von den allgemeinen Verzugsfolgen ist weiterer Schaden. Der im
Art. 105 des türkischen OR geregelte weitere Schaden wird bis letzten Jahren
auch im türkischen Recht nicht genügend bearbeitet. Jedoch wegen der Inflation
und bzw. Entwertungen des Geldes bzw. Devisengeldes ist dièse wichtige Frage
aufgefallen und im Jahre 1990 tOR Art.83 in dieser Hinsicht revidiert.
Nach dieser Regelung, kann der Glàubiger seine Forderung entweder zum
Kurs des Verfalltags öder zum Kurs des faktischen Zahlungstags verlangen,
wenn die Fremdgeldschuld nicht rechtzeitig geleistet wird.
Wenn Glàubiger einen grösseren Schaden, d.h. einer Geldforderung iiber
die Verzugszinsen hinausgehenden Schaden, erleidet, kann er den nach Art.105
tOR geltend machen.
II. Tatbestànde des weiteren Schaden
A. Geldleistung
Wenn man eine Geldschuld in Anspruch nimmt, geht es um einen weiteren
Schaden. Dieses versteht man von der systematischen Darstellung des tOR
Art. 105.
AuGerhalb der Geldleistungen geht es um keinen weiteren Schaden.
AuGerdem muss Geldleistung als Gattungsschuld bezeichnet werden
1. Weil bei
der Stückschuld Verzugszinsen nicht verlangt werden kann, handelt es sich um
1 Geld sind bewegliche und vertretbare Sachen (Hugo OSER./Wilhelm
SCHÖNENBERGER. Das Obligationenrecht, Allgemeiner Teil. (Art.1-183), 2. Auflagc. Zürich. 1929. Art. 84, N. 3; Andreas von TUHR/Hans PETER, Allgemeiner Teil des
Schweizerischen Obligationenrecht, Bd. I, Lieferung 1, Zürich, 1974, S. 58; Hıfzı TİMUR,
"Paranın Hukukî Mahiyeti". Pelin Armağanı. İstanbul, 1948. S. 325; Ferit H. SAYMEN/Halit K. ELBİR, Türk Borçlar Hukuku, Umumî Hükümler, İstanbul, 1966, S. 619; Fikret EREN,
Borçlar Hukuku Genel Hükümler, C. II. B. 5, İstanbul, 1999, S. 964, 965; Die Geldschulden
sind ausnahmsweise Stückschulden.
keinen weiteren Schaden. Schliesslich soil die Geldleistung nicht suspensiv
bedingt sein.
B. Schuldnerverzug
Schuldnerverzug ist "objektiv pflichtwidrige Verspàtung mit der Erfiillung
einer Verbindlichkeit"
2. Im Hinblick auf dieses Thema, ura einen Schadenersatz
zu verlangen, muss der Geldleistungsschuldner in Verzug treten. Der im
Verzug befindliche Schuldner hat Schadenersatz wegen Nichterfüllung zu
leisten. Der Tatbestand des Schuldnerverzugs ist Verspàtung der Erfiillung und
insofern unterscheidet er sich von der Nichterfüllung.
Auch aile anderen Schuldnerverzugstatbestânde braucht man fiir einen
weiteren Schaden. Solange der Glâubiger in Glâubigerverzug ist, ist der
Schuldnerverzug ausgeschlossen.
C. Verschulden des Schuldners
Bei den Geldschulden kann der Glâubiger nur Verzugszinsen fordern, ohne
dass dem Schuldner ein Verschulden trifft. Also weiterer Schaden ist ein Folge
eines verschuldeten Verzugs
3.
Nach tOR Art.105 ist erforderlich, dass der Schuldner den Verzug
verschuldet hat und sich nicht exkulpieren kann
4. Verspatete Erfiillung der
geschuldeten Geldleistung ist vertragswidrig und erfolgt das Verschulden.
Der Schuldner, von dem Schadenersatz gefordert wird, hat zu beweisen,
"dass ihm keinerlei Verschulden zur Last falle" (tOR Art.105/1).
D. Adàquater Zusammenhang
Schadenersatz setzt einen zwischen dem Verzug (Verspàtung) und dem
beim Glâubiger entstandenen Schaden adâquaten Kausalzusammenhang voraus.
Soweit der Schaden auch bei rechtzeitiger Erfiillung eingetreten ware,
besteht kein Zusammenhang zwischen dem Verzug und dem weiteren Schaden.
Der Glâubiger hat den Zusammenhang zu beweisen
5.
2 Peter GAUCH/Walter R. SCHLUEP, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner
Teil,BandII,6. Auflage, Zürich, 1995, Nr. 2917.
3 Siehe OSER/SCHÖNENBERGER, 1929, Art. 102, N. 30; Felix R. EHRAT, Der
RUcktritt vom Vertrag nach Art. 107, Abs. 2 OR in Verbindung mit Art 103 OR, Zürich,
1990, S. 88; F. Necmettin FEYZİOĞLU. Borçlar Hukuku, Genel Hükümler, C. II, B. 2, istanbul, 1976, S. 252; Zahit ÇANDARLI, "Zarar ve Ziyanın Takdiri", Adalet Dergisi, 1950. Sayı 5, S. 601 ; Y.HGK., E. 1998/13-353 K. 1999/929 (YKD. C. 27, Sayı. 1, 2001, S. 9).
4Die Möglichkeit für Exkulpation ist z.B. ein vorübergehendes Verbot (siehe SCHENKER
Der Glaubiger, der rechtzeitig seine Forderung erhalten kann, eröffnct ein
Girokonto. Das in der Schweiz giiltige Prinzip, nach dem der Glaubiger den
empfangenen Geldbetrag sofort in seinen Landwahrung umgewandelt hatte",
kann im tiirkischen Recht nicht verfolgt werden.
Wenn der Glaubiger den Zusammenhang zwischen Kreditaufnahme und
Schuldnerverzug nachgewiesen hat, kann er den Schadenersatz geltend machen.
Jedoch braucht man in alien Fallen nicht den Nachweis des adaquaten
Zusammenhanges.
E. Hinausgehender Schaden
1. Schuldnersschaden
Wenn der Glaubiger keinen Schaden hat, geht es um keine
Schadenersatzpflicht. Besteht kein Schaden, so handelt es sich auch um keine
Haftung für Verspiitungsschaden.
Ungewollte Reinvermögensminderung ist Schaden, der durch
Verminderung der Aktivseite des Vermögens des Geschadigten oder
Vermehrung der Passivseite des Vermögens des Geschadigten und auch durch
entgangenen Gewinn entstehen kann
7.
Weil niemand einen Geldbetrag nicht fruchtlos bleiben làsst, ist mindest
Schaden Verzugszins. Also Verzugszins ist Minimalentschàdigung. Aber wenn
Schaden des Glàubigers mehr als Verzugszins ist, hat der Schuldner diesen
weiteren Schaden zu ersetzen.
5 Franz SCHENKER. Die Voraussetzungen und die Folgen des Schuldnerverzugs im
schweizerischen Obligationenrecht, Freiburg Schweiz, 1988, N. 262; H. Rudolf BARTH. Schadenersatz bei nachtrâglicher Unmöglichkeit der Erfüllung, Aarau, 1958, S. 105; von
TUHR/PETER, 1974. S. 99; EREN, 1999, S. 1093; Nami BARLAS, Para Borçlarının İfasında
Borçlunun Temerrüdü ve bu Temerrüt Açısından Düzenlenen Genel Sonuçlar, İstanbul.
1992. S. 192-193; Y.HGK.. E. 1998/13-353, K. 1999/929 (YKD. C. 27, Sayı 1,2001. S. 9).
6 Siehe für diese Vermutung Eugen BUCHER, Schweizerisches Obligationenrecht,
Allgemeiner Teil. 2.Auflage, Zürich, 1988 (a), S. 362; SCHENKER, 1988, N. 282; Bruno von
BÜREN, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Zürich, 1964. S. 369; Theo GUHL/Hans MERZ/Max KUMMER, Das Schweizerische Obligationenrecht. 7. Auflage, Zürich, 1980, S. 222; Rolf H. WEBER, Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Bd.VI, 1. Abtcilung, 4. Teilband, Vormeberkungen und Kommentar zu Art. 68-96 OR, Bern, 1983, Art. 84, N. 362; BGE 117 II 256.
7 GAUCH/SCHLUEP, 1995, II. N. 2624; von TUHR/PETER, 1974. S. 84; ÇANDARLI.
1950. S. 599; EREN, 1999, S. 1092, FEYZİOĞLU. 1976. C.II, S.182; BARTH, 1958. S. 144; Hans MERZ, Schweizerischesprivatrecht, Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Band. VI/I, Basel. 1984. S. 186; SAYMEN/ELBİR, 1966, S. 747; BGE 104 II 199.
Ein den Verzugszins iibersteigender Schaden wird bei Valutaverlusten
gesehen. Wenn kaufmannischer Glâubiger einem höheren Zinssatz als dem
Bankdiskonto bezahlen musste, muss er den Schaden ersetzen.
Abwertung des Inlandsgeldes wàhrend des Schuldnerverzuges erfolgt
Kursverlust.
2. Ubersteigender Schaden
Als Begriff weiterer Schaden bedeutet den Teil des Schadens, der iiber den
Verzugszins hinausgeht. Mit dem Eintritt des Verzuges bei der Geldschuld
bezahlt der Schuldner Verzugszinsen. Art. 103 tOR gewahrt Verzugszinsen in
bestimmte Höhe. Er muss Kapital und Verzugszinsen tilgen. Es befindet sich
auch Zinseszins Verbot (Anatozismusverbot) im turkischen Recht (Art.104/111
tOR).
Der Schuldner hat bei Verzug mit einer Geldleistung den Schaden zu
ersetzen, der höher ist als durch die Verzugszinsen vergiitet wird. Der Glâubiger
hat den iibersteigenden Schaden zu beweisen
8.
Wenn Schaden höher ist als Verzugszins, kommt weiterer Schaden.
AuGerdem besteht eine Obligenheit fiir Schadensminderung.
III. Bemesssung des Schadens
Der Glâubiger kann einige Schaden erlitten haben:
A. Schadenersatz, Konventionalstrafe und andere Zahlungen, die der
Glaubiger an Dritte Ieisten muss
Der Glâubiger, dessen Geldforderung rechtzeitig nicht erfiillt wird, kann
vor dem Verzug etliche Vertràge mit Dritten abgeschlossen haben. Wegen des
vorherigen Verzugs kann er beispielsweise seine Geldschulden aus diesen
etlichen nicht zahlen oder seine Verpflichtungen gegeniiber Dritten nicht
erfiillen. In dieser Lage kann der Glâubiger selbst in Verzug gegeniiber seinen
eigenen Glâubigern treten und deswegen V e r s p à t u n g s s c h a d e n ,
Konventionalstrafe oder andere Auslagen entrichten
9. Nebenbei kann er bei
8 BUCHER, 1988 (a). S. 362; Eugen BUCHER, Schweizerisches Obligationenrecht,
Besonderer Teil. 3. Auflage, Zürich. 1988. S. 195 (b); WEBER, 1983, Art. 84, N. 362;
ÇANDARLI. 1950, S. 613. Akar ÖCAL, "Munzam Zarar", EİTİAD, C. Ill, Sayı 1, 1967, S. 150; FEYZİOĞLU, 1976, II, S. 252; JdT 1984 I 195; BGE 109 II 436; BGE 117 II 256; BGE 123 III 241.
' Max KELLER/Christian SCHÖBİ, Allgemeine Lehren des Vertragsrechts, Band I. Basel, 1982, S. 201; GAUCH/SCHLUEP. 1995, II, N. 2990; OSER/SCHÖNENBERGER. 1929. Art. 103, N. 4; Hermann BECKER, Berner Kommentar, Band VI, Obligationenrecht, I. Abt.: Allgemeine Bestimmungen (Art. 1-183). 2. Auflage. Bern, 1941. Art. 106, N. 4; SCHENKER.
andere Vertrage, die er mit Dritten abeeschlossen hat, mehr als dem von seinem
Glabiger bezahlten Verzugszins festgestanden haben
10.
Die anderen Kösten und Auslagen des Glàubigers sind als
Verspatungsschaden zu ersetzen.
B. Höhere Kredit Auslagen
Der Gliiubiger, der auf S c h u l d n e r v e r z u g stosst, kann in
Zahlungsschwierigkeiten fallen und deshalb einen Kredit aufnehmen. In dieser
Lage muss er hochstwahrscheinlich mehr als dem Verzugszins etwas höhere
Geldsumme bezahlen. Zudem, um Kredit aufnehmen zu können, zahlende
Wechselerneuerungskosten und Bankprovisionen wird berücktsichtigt".
C. Entwertung der Warenkaufkraft
Geldschulden bzw. Forderungsbetràge sind Nominalschulden. Deswegen
àndern sie sich ursprunglich nicht, abgesehen davon, dass Warenkaufkraft sinkt
oder steigt. Mit anderen Wortern spielt die Abwertung der inneren
Warenkaufkraft des Geldes ursprunglich keine Rolle. Aber wenn der
Geldschuldner nicht in Verzug tritt und ein rictiger Schaden eintritt, muss mann
daran denken, ob es um clausula rebus sic stantibus geht
12.
1988, Nr. 286; Andreas von TUHR/Aarnold ESCHER, Allgemeiner Teil des Schweizerischen
Obligationenrecht, Band II, Zürich, 1974, S. 144; EREN, 1999. S. 1095; Halûk TANDOĞAN, Türk Mesuliyet Hukuku, Ankara, 1961, S. 482; S. Sulhi TEKİNAY/Scrvet AKMAN/Halûk
BURCUOĞLU/Atilla ALTOP, Tekinay Borçlar Hukuku, Genel Hükümler (Cilt I-II). B.6. İstanbul. 1988, S. 1240; Georges BALİS (Übersetzer: Akar ÖCAL), "Para Borçlarının Ödenmesindeki Gecikmeden Doğan Zarar ve Ziyan", EİTİAD, C. I, Sayı I, 1965, S. 168; Kemal OĞUZMAN/Turgut ÖZ, Borçlar Hukuku, Genel Hükümler, B. 2, İstanbul, 1988, S. 383; Y.13. HD.. E. 1996/260 K. 1997/511 (YKD. C. 23, Sayı 5, 1997, S. 735).
"' von TUHR/ESCHER, 1974, S. 147; KELLER/SCHÖBİ, 1982, S. 202; Safa REİSOĞLU,
Borçlar Hukuku, Genel Hükümler, B. 6, Ankara, 1986, S. 250: EREN. 1999, S.1095; Y.HGK.,
06.05.1973. E. 971/T-285. K. 432 (VELİDEDEOĞLU/ÖZDEMİR, Borçlar Kanunu Şerhi. Genel-Özel, Ankara. 1987, m. 105,243)
" BECKER. 1941. Art. 106, N. 4; ÖCAL, 1967, S. 154; Dieter MEDİCUS. Schuldrecht,
I, Allgemeiner Teil. 3. Auflage, München, 1990, S. 184.
12 Henri GUİSAN, "La Devaluation du Franc Suisse et ses effects de droit civil". ZSR, Bd.
56. 1937. S. 314a İT; Yaşar KARAYALÇIN, "Para Değerinde Değişmelcr-Yabancı Sermaye ve Anonim Şirketlerde Aynî Pay", Prof. Dr. Mahmut KOLOĞLU'ya 70'inci Yaş Armağanı. Ankara. 1975, S. 495; F. Necmettin FEYZİOĞLU. Borçlar Hukuku, İkinci Kısım, Akdin
Muhtelif Nevileri. C. I, B. 3, İstanbul, 1978, S. 755; siehe auclı K. Tahir GÜRSOY. Hususî Hukukta Clausula Rebus Sic Stantibus (Emprevizyon Nazariyesi), Ankara. 1950. S. 64 ff.;
vgl.WEBER. 1983. Art. 84, N. 279.
Nach dem Verzug wegen der Entwertung der Warenkaufkraft enstandener
Schaden muss ersetzt werden
13. Der Verzug ist bei Geldschulden eine
Ausnahme von dem Nominalschuldprinzip'
4.
Ob der Glâubiger seinen Schaden als Verspâtungsschaden wegen der
Inflation entwertete Warenkaufkraft verlangen kann, ist fraglich. Jedoch, weil
beim Verzug es sich um einen Ausnahmefall der Nominalschuldtheorie handelt,
nimmt man Verspâtungsschaden wegen der Inflation an. Wenn der Glâubiger
eine Schuld hat, die im Ausland als Devise zu bezahlen ist und er seine
Geldfordurung nicht erhalten kann, erleidet er wegen Inflation einen
Entwertungsschaden. Dariiber hinaus, wenn der Glâubiger beweisen kann, dass
er die Geldbetrag bei rechtzeitiger Erfüllung in eine nicht entwertete Wâhrung
gewechselt hâtte, kann er wegen der Entwertung den Schadenersatz geltend
machen
15.
Wenn der Glâubiger seine Geldforderung rechtzeitig erhalten kann, kann er
den Geldbetrag wâhrend der Devalvation in die fremde Wâhrung umwandeln.
Sofern er es nachzuweisen ist, kann er den Schadenersatz verlangen
16. AuBer in
den Ausnahmefâllen wird der Schaden nicht genau bestimmt, sondern nur
abgeschâtzt(BKm.42/II)
17.
13 BECKER. 1941, Art. 106, N. 4; Hayri DOMANİÇ, Faizle Karşılanamayan Zararların
Giderilmesini Sağlayan B.K.105 ve Diğer Hükümler, İstanbul, 1998, S. 65; Ahmet
KILIÇOĞLU, "Yargıtay Kararlan Açısından Munzam Zarar", Ticaret Hukuku ve Yargıtay
Kararları Sempozyumu, XV, S.12; Bilal KARTAL, "Faizi Aşan Zarar -Munzam
Zarar-"B.K.nun 105. Maddesi ile ilgili Kararlar", Ticaret Hukuku ve Yargıtay Kararları
Sempozyumu, XII, S. 14; TEKİNAY/AKMAN/BURCUOĞLU/ALTOP, 1988, S. 1040;
BARLAS, 1992, S. 214; siehe Sermet AKMAN, "Karşılaştırmalı Olarak Alman ve İsviçre Türk Hukuklarında Yüksek Oranlı Enflasyonun Para Borçlarına Etkisi ve Bu Konudaki Yargıtay Kararlan", İBD, 1989, Sayı 10-11-12, S.625 und auch Yaşar KARAYALÇIN, "Enflasyon Karşısında Faiz (Hukukî Açıdan bir İnceleme)", Türkiye Bankalar Birliğinde Verilen
Konferans, 1980, S. 36, ebenfalls OĞUZMAN/ÖZ, 1988, S. 383 besonders S. 383 Fn. 563;
Y.HGK., E. 1998/13-353, K. 1999/929 (YKD. C. 27, Sayı 1, 2001, S. 6); Y. 13.HD.,E. 1996/260. K.1994/511 (YKD. C. 23, Sayı 5, 1997, S. 735 f.); im schweizerischen Recht wird dieser Schaden nicht ersetzen zu werden (siehe von BÜREN, 1964, S. 33; J. HENGGELER, "Die Abwertung des Schweizerfrankens und ihr Einfluss auf die zivilrechtlichen Verhàltnisse", ZSR, Band 56, 1937, S. 226a; SCHENKER, 1988, N. 283; siehe EREN, 1999, S. 1095-1096; siehe für Gegenmeinung GAUCH/SCHLUEP, 1995, II, N. 2991; JdT 1984 I 198; BGE 47 II 301; 46 II 403; siehe BGE 82 II 283.
14 GUİSAN, 1937, S. 332a; siehe und vgl. SCHENKER, 1988, N. 283, Anm. 31, WEBER.
1983, Art. 84, N. 274; Inflation erfolgt den weiteren Schaden (KILIÇOĞLU, S. 22).
15 siehe, BARLAS, 1992, S. 211; SCHENKER, 1988, N. 283; HENGGELER, 1937, S.
226a.
16 Siehe SCHENKER, 1988, N. 283.
17 Siehe SCHENKER. 1988, N. 283; Vedat BUZ, "Karşılaştırmalı Hukukta Munzam
D. Kursverluste
1. Vor dem Gesetz Nummer 3678
Haben die Parteien eine Effektivzahlung vereinbart, und hat die
Geldforderungssumme nach dem Verzug abwertet, muss man es als
Verspatungsschaden berechnen. Im Verzug befindliche Schuldner muss die
Kursdifferenz ersetzen'
s.
Infolge der Abwertung der geschuldeten Leistung kann der Glaubiger
dieses Geld in eine andere Wahrung wechseln. In diser Lage muss er Beweise
vorlegen, dass er sich sehr wahrscheinlich so verhalten hâtte. Die Vermutung,
die cler Glaubiger den Geldbetrag bei Falligkeit in die gesetzliche Wahrung
seines Landes (z.B. die Konversion des geschuldeten Dollarbetrags in
Landeswahrune) eewechselt hatte, ist im tiirkischen Recht nicht immer giiltis.
Schadenersatz aus Wàhrungsverlust kann geltend gemacht werden, wenn
der Glaubiger den Verzugszins übersteigenden Schaden beweisen kann. Er kann
behaupten, den Geldbetrag in eine nicht entwertete Wahrung konvertiert hatte.
Normalerweise trâgt der Glaubiger die Beweislast. Wenn der Kursverlust
infolge der Abwertung bestehet, vermutet der Richter den Schaden gernass die
Lebenserfahrung und gewonlichen Lauf der Dinge.
2. Nach dem Gesetz Nummer 3678
Wenn die Parteien eine Schuld in fremder Wahrung ausdriicken und die
Partei eine andere Einigung nicht verabredet hatte, kann der Glaubiger den
Verzugszins verlangen, nach der Höhe des höchsten Zinssatzes der staatlichen
Banken, nicht aber nach der Höhe des marktùblichen Zinssatzes in
Privatbankgeschàften. Mit dieser Regelung besteht im Regelfall infolge des
Kursverlustes kcin weiterer Schaden.
Mit gleichen Regelungen ist zu Art.83 tOR einen dritten Absatz beigefügt
worden. Nach dem oben genanten Absatz, wenn man Fremdgeldschuld nicht
rechtzeitig leistet, kann der Glaubiger seine Forderung entweder zum Kurs des
Verfalltags öder zum Kurs des faktischen Zahlungstags verlangen
19. Mit dieser
(YKD. C. 27, Sayı 1. 2001. S. 9); Y.13.HD., E. 1996/260. K. 1994/511 (YKD. C. 23. Sayı 5. 1997. S. 736).
ıs MERZ, 1984. S. 170; BECKER, 1941, Art. 106, N. 4; WEBER. 1983, Art. 84. N. 360;
OSER/SCIIÖNENBERGER, 1929, Art. 84, N. 18; BUCHER. 1988 (a), S.269; GUHL/MERZ/KUMMER, 1983, S. 222; von BÜREN. 1964. S. 34; Rona SEROZAN. "Medenî Kanun ve Borçlar Kanunu Değişikliklerinin. Özellikle Yabancı Para Borçlarına ve Bunların Teminat Altına Alınmalarına İlişkin Değişikliklerin Eleştirilmesi", İBD, C. 65. Sayı 1-2-3. 1991, S. 208; siehc GAUCH/SCHLUEP, 1995, 11, N. 2987; Y. 15. HD., E. 1998/4379 K. 1998/4426 (YKD. C. 25. Sayı 3, 1999. S. 361 ff.); BGE 109 II 436.
Verânderung ist die Alternative Ermâchtigung des Schuldners aufgehoben
2".
Nunmehr hat der Schuldner keine Ermâchtigung, die dem Schuldner seine
Schuld entweder mit Landesgeld oder mit Fremdgeld zu bezahlen ermöglichte.
Nach dem Gesetz Nummer 3678 kann der Glàubiger an dem Zahlungstag
nach dem gültigen laufenden Kurs seine Forderung geltend machen, sofem
Abwertung des Inlandsgelds wâhrend des Schuldnerverzuges Kursverlust
erfolgt.
E. Entgangener Gewinn
Wenn der Glàubiger wegen des Verzugs ein Gewinn oder Nutzen entgeht,
tritt dann sogenannte Schaden wegen entgangener Gewinn ein. Der
Schadenersatzanspruch aus entgangener Gewinn kann geltend gemacht werden,
wenn es durch die Verzugszinsen nicht gedeckt wird. Nach der allgemeinen
Lebenserfahrung stiitz man sich darauf, dass der Glàubiger einen bei ihm
eingehenden Geldbetrag zinstragend angelegt hâtte. Denn niemand verwahrt
fruchtlos eine grössere Geldsumme
21.
20 von BÜREN. 1964, S. 37; von TUHR/PETER, 1974. S. 66; BUCHER. 1998 (a), S. 301:
GAUCH/SCHLUEP, 1995, II, N. 2344; EREN, 1999, S. 968; TEKİNAY / AKMAN / BURCUOĞLU/ALTOP, 1988, S. 1083.
21 Siehe Y. 5. HD., E. 1996/13828, K. 1996/14754 (YKD. C. 22 Sayı 12, 1996, S. 1895);
Y.HGK., 16.05.1973, E. 971/T-285, K. 432 (Senai OLGAÇ, Kazaî ve İlmî İçtihatlarda Borçlar